Der Walkman von Renault playeR5

Mir fehlt etwas das Verständnis für die Idee der Marketingstrategen, einen Walkman in den Kontext mit dem Renault R5 zu setzen. Der Renault R5 erschien 1972, der erste Walkman von Sony 1979 und hieß TPS-L2. Aber gut das sie es gemacht haben, sonst gäbe es diesen Bericht nicht. Nach meiner Recherche soll der neue R5 Elektro über einen Aux in Eingang verfügen, damit man den Walkman anschließen kann.
Der Walkman ist ein umgelabeltes Produkt von we are rewind .
We are rewind ist ein französisches Start up Unternehmen, inspiriert von „Guardians of the Galaxy“ und „Stranger Things“ mit der Idee, der Compact Cassette ein Comeback zu verschaffen. Der Walkman orientiert sich stark am Original von 1979 mit einigen Verbesserungen. Da wäre vor allem der fest eingebaute Akku für 12 Stunden Musikwiedergabe zu nennen. Wer kennt es noch dieses ständige Batterie wechseln? Geladen wird über einen USB-C Eingang. Und wer auf seine modernen Bluetooth Kopfhörer nicht verzichten möchte, kann diese ebenfalls koppeln. Wer keine Cassetten mehr besitzt aber trotzdem den Charme von Compact Cassetten genießen möchte, kann seine eignen Mixed Tapes aufnehmen. Dem Gerät liegt eine Leerkassette bei. Der Walkman verfügt über einen 3,5mm RCA Eingang an dem man zum Beispiel einen CD Player oder Streaming Player anschließen kann, so das man sein eigenes Tape zusammenstellen kann.
Ich habe mir das Gerät gekauft um heraus zu finden, was kann das heutzutage und wie ist der Sound? Ich lasse ihn antreten gegen meinen Walkman von 1984 einen sehr einfachen Gerät von Sanyo, den ich vor einigen Jahren revidiert habe.
Was ich bisher nicht erwähnt habe, dem Gerät liegen keine Kopfhörer bei. Ich benutze seit vielen Jahren Kopfhörer von Koss Porta Pro . Die Kopfhörer wurden speziell für Walkman entwickelt, es gibt sie seit 1984 und erfüllen die HiFi- Norm.
Für den Vergleichstest habe ich verwendet, werksseitig bespielte Cassetten vom Typ 1 (Ferromagnetisch), selbst bespielte Cassetten Typ 1, selbst bespielte Cassettten Typ 2 (Chromdioxid) und Typ 4 (Metal).  Alle Cassetten wurden nicht mit Rauschunterdrückung (Dolby B,C oder ähnliches) aufgenommen.
Der Sound ist mit der Typ 1 Cassette in Nuancen anders, beide aber gleich gut zu bewerten. Es macht keinen Unterschied ob es selbst aufgenommene oder werksseitig bespielte Cassetten sind.
Ab Typ 2 und Typ 4 trennt sich alt und neu. Der neue entfaltet viel mehr Dynamik des Klangs, was vor allem den Höhen zu Gute kommt und der feineren Stereo Wiedergabe.
Eine kurze Bemerkung noch zum Gehäuse des neuen Gerätes, es ist komplett aus Aluminium gefertigt und mit dem fest eingebauten Akku hat das ganze Gewicht, liegt aber angenehm in der Hand. Der neue Walkman,  ist eher für die stationäre Wiedergabe gedacht, schütteln lässt das Laufwerk leiern. Aber zum joggen gibts heutzutage viel bessere Lösungen. Wer den Charme einer Cassette zu schätzen weiß für den ist das was.

Links:
we are rewind
Renault Store Player R5
Koss Porta Pro Kopfhörer

Vom ersten Gedanken bis zur ersten Fahrt im neuem Auto (CLA, W118)

Ich @Der_Sternenkreuzer melde mich, nach langer Abwesenheit, aus dem Norden zurück und möchte Euch die Zeit mit meinem ersten Neuwagen näherbringen, dabei werde ich versuchen, diesen Beitrag chronologisch zu halten.

Alles begann am 30.01.2024 mit der Bestellung meines ersten neuen Mercedes-Benz, zuvor aber die Frage, was für ein Fahrzeug soll es werden ?
Eine gediegene Limousine, ein sportliches Coupe oder doch ein SUV?

Schnell war klar, eine Limousine hatte ich schon (W124 in weiß und W201 in rot), ein SUV verbraucht viel und kommt nicht besonders elegant daher… also wird es ein Coupe und am liebsten mit 4 Türen zum besseren Ein- und Aussteigen der Passagiere.

Nach Überlegungen und einigen Kalkulationen war es soweit, es soll ein CLA werden. Der große Bruder CLS wurde zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr produziert, dass wäre auch eine interessante Option gewesen.

CLA, CoupeLeichtbau – auf Basis der A-Klasse. Gerade die erste Generation, der C117 (2013–2019), hat die Marke Mercedes-Benz im Jahr 2013 jünger und „hipper“ gemacht, wenn auch mit Wehwehchen – ein Frontantrieb in einem „Sport“ Mercedes, darunter leidet nicht nur die Dynamik sonder auch das Design, so dachte ich zu Anfang. Ein langer Überhang an der Front, welches durch Rundungen versucht wurde zu kaschieren, entspricht eigentlich nicht der Designsprache von Mercedes.

Ich habe begonnen, mir verschiedene CLA´s in den verschiedensten Ausstattungen zusammenzustellen. Schnell entschloss ich mich, für einen schwarzen Sport Mercedes, ein Böses auftreten war dabei inklusive 😈

Die Motorvariante war dabei tatsächlich nebensächlich, denn geringe Motorleistung war ich schon durch meine beiden vorherigen Oldtimer (W124 200E und W201 190D 2.5) gewohnt. Es sollte nur kein Diesel sein. Diesen empfinde ich, selbst in der heutigen Zeit, als unfein und nicht kultiviert genug, gerade in einem „Sport“ Mercedes.
Versteht mich nicht falsch, der Diesel hat gerade in der heutigen Zeit seine Daseinsberechtigung und bringt einige Vorteile mit sich, nicht zuletzt der geringe Kraftstoffverbrauch ist grandios. Doch das Tuckern eines Rudolf Diesel Motor passt in meiner Vorstellung nicht zum CLA oder anderen Coupes. Einen Diesel sehe ich eher in großen SUV, Vans oder Familienkombis – Aber nicht in eine gediegene Limousine oder ein sportliches Coupe!

Also wird es wohl der kleine 180er Benziner, mit 1332 cm³ Hubraum und 136 PS + 14 Elektro-PS, dieser ist günstig in der Steuer als auch verbrauchstechnisch gut dabei, die Fahrdaten sind zwar wenig überzeugend (0-100 in 9,4s) aber das sollte mich nicht abgeschrecken.

Interessant fand ich den seit 2023 eingeführten RSG (riemengetriebene Starter-Generator) Antrieb. Sowas gab es zuvor nicht in dieser Fahrzeugklasse bei Mercedes-Benz. Das das System super ist und den Verbrauch wirklich senk, bemerkte ich nach einiger Zeit. Der Motor schaltet sich aus, sofern Start-Stop + Fahrprogramm ECO aktiviert ist und die Drehmomentanfrage bei 0 liegt. Dadurch konnte der Motor bei einer Testfahrt von 53 Kilometer, ganze 5 Kilometer aus bleiben, dass spart nicht nur Kraftstoff, sondern steigert auch den Komfort!

Auf eine AMG-Line konnte ich getrost verzichten, da selbst die Progressive Line aggressiv genug daher kommt. Fahrtechnisch musste ich das Fahrassistenz-Paket (P79) bestellen. Um auch bei langen Staus nicht die Nerven zu verlieren. Der Wagen lenkt und hält den Abstand ganz von alleine, sodass man ganz entspannt an seinem Zielort ankommt, unabhängig vom Verkehr. Die komplette Ausstattungsliste gibt es hier als PDF.

Nach etwa einem Monat, Anfang März, erhielt ich meinen Fahrzeugschein per Post. Ich machte schnell einen Termin bei der Zulassungsstelle und auch beim Kundencenter Bremen, um das Fahrzeug möglichst schnell in meinem Besitz zu übernehmen.

Da saß ich also vor einer Dame die gerade meine Kennzeichen sowie Papiere entgegennahm und diese, via Luftpost, zur Vorbereitungshalle brachte. Mir wurde ein Buffett angeboten, sowie der Souvenir Shop gezeigt. Wenige Minuten später wurde auch schon mein Name aufgerufen. Ich unterzeichnete die Entgegennahme der Schlüssel und lief auf mein schwarzen CLA zu. Auf eine Einweisung des Fahrzeugs konnte ich getrost verzichten, da ich lieber selbst meine Erfahrungen mit dem Farhzeug machen wollte.

Nun sitze ich in meinem neuen CLA 180, aufgeregt und voller Freude wie ich war, habe ich erstmal versucht alles auf mich anzupassen, Sitz, Lenkrand, Spiegel und das MBUX System, oft konnte ich das System, bei anderen ausprobieren, und jetzt konnte ich es selbst live erleben, eine Auto, welches mit dem Menschen sprechen kann, ohne dabei wie ein Roboter zu klingen und dank Fahrassistenz-Paket auch alleine fahren kann: Das erinnerte mich an die alte Knight-Rider Serie mit KITT, dem Wunderauto.

Doch das erste Problem lässt nicht lange auf sich warten. Mein Fahrzeug zeigte mir keinen QR-Code an, womit ich das System mit meinem Smartphone verbinden kann (Mercedes ME). Ich versuchte es immer wieder, doch die Ladeschnecke wollte nicht aufhören, sich zu drehen. Egal dachte ich mir, richte ich das MBUX System erstmal weiter ein, Bluetooth, Navi, Soundsystem und so weiter… Es war so weit, der erste Motorstart, der kleine hatte bereits 4,3 Kilometer auf der Uhr. Gespannt startete ich den CLA mit seinen 4 Zylindern und hörte nichts?! Kein Bewegen der Karosserie, kein Anlassergeräusch beim Drücken der Starttaste, nur der Drehzahlmesser im Kombiinstrument eilte auf knapp 1.000 Umdrehungen hoch.
Der Motor ist gut gedämmt, dass war schon mal eine Erleichterung, denn ich konnte den CLA vorher nicht Probefahren. Ob das Fahrwerk genauso gut ist, wird sich die nächsten Kilometern zeigen.  Ich wartete einige Sekunden bis sich das System und der Motor eingependelt hatte, dies war ich noch von meinem 190er Diesel gewohnt. Nun war die Fahrstufe D eingelegt und ich fuhr von der Übergabehalle raus in Freie, noch ein Kurzes Foto vor dem Mercedes-Stern:

und auf gings zur ersten Fahrt in Richtung Berlin, das erste Ziel… doch schon an der ersten Ampel viel mir auf,  dass der Tank fast leer ist. Also erst mal eine Tankstelle aufsuchen und Tanken, bei 41 Liter Tankvolumen kann das ja nicht so lange dauern.

Weiter ging es über die Landstraße Richtung Hannover, bewusst bin ich nicht gleich auf die Autobahn gefahren. Ich wollte den Motor sanft einfahren, sowie auch das Getriebe, Bremsen, Reifen, Differenzial usw. Also 1/3 Landstraße, 1/3 Autobahn und 1/3 Stadt auf den ersten 500 Kilometer. Zudem bewegte ich das Fahrzeug auf den ersten 1500 Kilometer vorsichtig, die Start-Stop Funktion bleibt dauerhaft deaktiviert und der Motor wird nicht über 4.000 Umdrehungen gedreht.
Die Funktionen vom Fahrassistenz-Paket konnte ich aber schon testen und bin schnell zu dem Entschluss gekommen, es hat sich gelohnt dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen. Der CLA fährt quasi autonom nach Berlin, dies macht er sogar besser als ein Tesla Model Y, welchen ich 2 Wochen zuvor, auf der selben Strecke, erfahren durfte.
Der Mercedes bildet bei Stau selbstständig eine Rettungsgasse und hält auf der Autobahn das Überholverbot rechts ein.

Der Schwarze CLA fährt souverän über die Autobahn. Das Fahrwerk schluckt die Fahrbahnunebenheiten gut weg und nach einer kurzen Pause bei der goldenen Möwe wurde mir dann doch noch der QR-Code angezeigt, damit ich das System mit meinem Mercedes ME Account verbinden konnte. Nun waren die Funktionen der App voll betriebsbereit, aber das System des Autos hat sich daraufhin zurückgesetzt, also alles noch mal einrichten Bluetooth, Navi, Soundsystem und so weiter. Danach ging es weiter Richtung Hauptstadt Berlin, welches ich ohne Stau erreichte.

Einige Tage später, auf der Rücktour nach Hause, via Autobahn, dann der Supergau, meine Einparkhilfe ist vorne ohne Funktion. Dies bemerkte ich beim Einparken, als ich zuhause ankam. Zu Anfang dachte ich, dass die Sensoren, durch das schlechte Wetter auf der Rückfahrt eventuell verschmutzt sein, alles mit einem Tuch sauber gemacht, den Motor gestartet und R eingelegt und immer noch, kein Mucks.

Ich bemerkte beim Reinigen der Parksensoren, dass einer eine kleine kerbe hatte, verursacht durch einen Steinschlag. Also muss ein neuer Sensor her, zum freundlichen Händler gefahren und einen neuen Sensor einbauen lassen. Diese ganze Prozedur hat knapp 3 Wochen gedauert. Dies war auch kein Garantiefall, da selbst verschuldet.

Mein Zwischenfazit nach den ersten 1.000 Kilometer, der CLA hat sich für mich gelohnt. Der niedrige Verbrauch + der hohe Komfort in dieser Fahrzeugklasse ist wirklich einmalig. Im nächsten Part, werde ich genauer auf die weiteren 15.000 Kilometer eingehen und bis dahin wünsche ich allen Lesern allzeit gute Fahrt!

Peugeot 205 GTI – Fertig, was nun?

Da ist die Restauration abgeschlossen und irgendwie hatte ich kurzeitig ein Gefühl von Leere. Aber dieses komische Gefühl von Leere, was nun, im wahrsten Sinne. Das Vakuum der letzten 1 1/2 Jahre, des Nicht-Fahrens mit dem 205, hinterließ etwas in mir. Sehnsucht, aber auch Planlosigkeit. Wie geht es weiter, was nun?

Ich fuhr meine geliebten Routen ab und erfreute mich am neuen Fahrgefühl. Ein wahrer Genuss, aber irgendwas fehle mir. Es musste sich neu aufbauen und ich musste für mich verstehen, dass Projekt ist abgeschlossen. OK, wir wissen, ist es nie.

Ich traf mich mit einigen Freunden und deren Begeisterung von meinem „neuen“ 205GTI zündete auch in mir wieder eine gewisse Flamme. Robert: Fahr ihn! Benutz ihn für das, was er gedacht war! Hab keine Scheu, das rohe Ei will anständig bewegt werden, sagte ich mir. Am Ende habe ich das ganze Geld nicht ausgegeben, um ein Show-Car für die Garage zu haben. Nein! Auf die Landstraße und anständig fahren!

So kam es zu einem Gespräch mit der Gattin, dass Freunde aus Berlin in die Schweiz fahren werden und das sowas eigentlich auch ein Traum wäre. Mit dem 205 GTI über die Bergpässe, hoch und runter. Welch ein Spaß das sein müsste! Ich kannte viele Fotos aus der Schweiz und hatte auch Sehnsüchte, so etwas mal erleben zu müssen.

Großer Dank an meine Frau, welche sagte: Robert, mach Urlaub in der Schweiz, ich bleibe zu Hause, du hast das Auto fertig gemacht und nun habe Spaß damit. So habe ich kurzer Hand meine Kontakte in der Schweiz aktiviert und mich an die Planung gemacht.

Nur Schweiz oder noch mehr? Wieviel Zeit und Urlaub habe ich noch? So stand nach einigen Absprachen fest, ich werde vor der Schweiz noch eine Bekanntschaft bei Aachen besuchen. Tobias hatte ich geholfen einen 205GTI zu finden. Weiter nach Freiburg für ein paar Tage. Von dort einen Tag nach Sochaux, einen Tag nach Zuffenhausen und von Freiburg dann weiter in die Schweiz.

Lang hatte ich solche Vorstellungen im Kopf schwirren und dann macht man sich an die Planung und Umsetzung. So war es echt komisch, als ich morgens mich auf den Weg nach Dortmund machte und meine Reise begann. In Dortmund wollte ich nur fix zur Mittagszeit einen Burger im BBB von JP essen und dann fix weiter nach Aachen.

Aus mal eben fix wurde nichts, ich bekam glücklicherweise direkt vorm Eingang des Gebäudes einen solitären Parkplatz. Das war vielleicht auch mein positives Verhängnis. Denn ich verweilte etwas mehr als 3h dort, das Burgeressen ging zügig und war lecker. Am GTI kam ich allerdings nicht weit, da Kontinuierlich Besucher mich ansprachen, sogar JP persönlich. Es war ein sehr nettes Gespräch und danach fuhr ich weiter zu Tobias.

Dort kam ich dann echt spät an, mit 720km Tages Strecke hinter mir. Die Bitumen Matten nicht wieder zu verlegen im Innenraum, war für das Gehör auf jeden Fall eine Qual, beim Thema Gewicht hat es punkte gebracht. 😀

Mit Tobias fuhr ich am Tag danach direkt wieder nach Dortmund, wieder Burger essen und  Halle77 besuchen. Nadine von Halle77 stürmte für ein schnelles Foto auch schnell aus dem Ladenverkauf und wir schauten uns etwas um.

Am Sonntag fuhren wir gemeinsam durch die obere Eifelregion, ein weißer und ein  GTI in Metallic Grau auf der Straße, dass sieht man nicht oft. So gab es viele unerwartete erhobene Daumen auf unserer Tour am Wochenende.

Am Montag morgen verabschiedete ich mich und fuhr über ein kurzes Stück Belgien Richtung Freiburg. Unterwegs kam mir die Idee, wo treibt sich eigentlich mein Vater genau rum? Er arbeitet auf Montage und ist stets im Rheinland und Umgebung arbeiten. Ich schaute im Handy und sein Standort lag mehr oder weniger auf meiner Route, also spontane Navi Anpassung.

Ich überraschte ihn, passend in seiner Mittagspause, er konnte seinen Augen nicht trauen. Überraschung geglückt und ab weiter ging es über Frankreich nach Freiburg. Dort bezog ich mein Quartier in einer Kellerwohnung mit Blick auf den GTI in der Einfahrt.

Der obligatorische Besuch im Porsche Museum, wie immer Spitze, dort traf ich mich mit Simeon. Am nächsten Tag ging es nach Sochaux, zur Geburtsstätte des 205GTI. Das Museum ist gut, aber bei weiten nicht so gut wie das von Porsche. Den Mitarbeitern ist es auch quasi egal, das ein 205GTI aus Berlin anreist 😀 typisch Franzosen oder?

 

Am Donnerstag ging es nun von Freiburg in die Schweiz, in ein kleines Dorf hinter Interlaken. Mir wurde von meinem Schweizer Kontakt eine Route empfohlen durch den Schwarzwald zur Grenze.  Die Fahrt zum Ziel war schon sehr beeindruckend, diese Landschaft atemberaubend.

Meine Unterkunft war diesmal eine kleine Wohnung und vorm Schlafzimmer eine Terrasse und davor mein Stellplatz. Längs in Straßenverlauf, diese war stark bewandert, von Schülern, Eltern und älteren Einwohnern – halt ein richtiges Gässli. Wenn ich auf der Terrasse saß hielten einige inne, jemand aus Berlin? Es folgten stets nette Gespräche.

Für meine Schweizer Kontakte ist es üblich,  sich einfach auf dem Pass zu treffen, ohne exakte Absprache, komm einfach hin, dreh deine Runden und hab Spaß! Falls man sich begegnet, wird man sicher am nächsten Parkplatz schon ins Gespräch kommen. Für mich machte Slawterch eine Ausnahme, mitten in der Nacht stand ich auf und fuhr zum Treffpunkt, denn Nachts fährt es sich am Besten und der Sonnenaufgang wartet auf uns.

Das mit dem Treffen hatte alles geklappt, Funkgerät getauscht und es folgte meine erste Passfahrt. Den Sustenpass hoch. Ich war so ziemlich aufgeregt und fuhr vorweg. Slawterch fuhr hinter mir und wir sprachen übers Funkgerät.

In einer dunklen Ecke auf dem Pass, sah ich eine Silhouette. Etwas flaches und dunkles und mir schoss direkt in den Kopf, Jonas ist mit seiner Corvette doch gekommen. Wir fuhren den Pass hoch und oben auf der Mittelstation, im nebligen Parkplatz hielten wir  für ein Gespräch an.

Es folgten weitere Susten Auf- und Abfahrten in der Nacht und mein Gefühl für den Pass wuchs stetig. Slawterch fuhr bei mir im GTI mit und war begeistert, was für ein Erlebnis, um es mit seinen Worten zu sagen. Er nahm mich in seinem GT4 mit, ein Traum von Auto. Ideale Größe für Pässe und ein Klang.

Aber einen schönen Sonnenaufgang erlebten wir an diesem Tag  nicht. Doch hatte ich ja noch einige Tage Aufenthalt vor mir 🙂

Peugeot 205 GTI die Abholung und die Kur

Im vorherigen Beitrag ging es darum, was ich selbst gemacht habe und wie aus einer kleinen Sache dann doch sehr viel mehr wurde.

Senior René Schönefeld kam Abends vorbei und wir luden gemeinsam meinen kleinen 205 auf.  In der Werkstatt folgten die Schweißarbeiten, welche ihr auf den Fotos aus dem anderen Beitrag gesehen habt.

Nun stand ja noch das Lackieren auf dem Programm. Lackierer haben selten Lust und Motivation für eine Volllackierung, viel Arbeit und kein schnelles Geld, wie bei einem Kasko Schaden. Jedoch hat Autoport einen Lackierer an der Hand, welcher Ihre Oldtimer Resto-Projekte gerne lackiert.

Nach der Überführung zum Lackierer, stand der kleine eine Weile dort.  Immer ein bisschen dran arbeiten und ruhen lassen. Zwischendurch fuhr ich auch mal vorbei, um nach meinem Kleinen zu sehen und letzte Absprachen zu halten, bevor es ums Eingemachte gehen sollte, das Lackieren.

Es verging wieder etwas Zeit und ich erhielt dann vom Junior Schönefeld aus dem nichts ein Foto. Mein GTI auf dem Trailer, vor dem Zaun von Autoport 🙂 Welch eine Freude!

Denn nun konnten alle Teile, die ich über die Zeit besorgt hatte endlich in die frisch lackierte Karosse montiert werden. Was hatte ich eigentlich alles gekauft?

Peugeot Classic hatte wieder einige Sachen im Programm, so kaufte ich dort

  • Alle Dichtungen der Türen und Scheiben
  • Schachtleisten innen/außen
  • Regenrinnen
  • Leiste Türrahmen
  • C Säulen Embleme
  • Heckriffelblech
  • Heck Embleme: Peugeot, 205 & GTI
  • Front Emblem
  • Schaltknauf,
  • Seitenverbreiterung ringsum und die roten Alu Einsätze
  • Befestigungsset, NOS Spiegel Gehäuse , Domlager,
  • Stossstangen Halter vorn/Hinten.. etc.

Desweiteren

  • einen neuen Replika Teppich, gebrauchte im guten zustand sind selten zu finden und kosten genau soviel, also lieber einen neuen kaufen
  • komplette Fahrwerksteile, Bilstein B6 Dämpfer, Eibach ProKit Federn, Achsrahmen vorn gestrahlt / gepulvert

Für ein kleines Teil machte ich meine Kontakte verrückt, die Rücksitzbank wird in der Mitte mit einer kleinen Kunststoffhülse auf einem Metallzapfen gelagert, diese konnte ich neu auftreiben. Da es sonst klappern kann 🙂

Ach, es waren am ende viele tausende Euros und Teile auf einem Haufen, die ich zu Autoport bringen musste. Das Gute an Covid-19 war, daß ich den Zusammenbau nebenbei gut begleiten konnte und selbst Hand anlegen durfte.

Es war ein sehr schönes Gefühl, diese neuen Teile an der frischen Karosserie montiert zu sehen. Bela (Mitarbeiter Autoport) und ich benötigten volle 48 Arbeitsstunden zusammen, den 205 zusammen zu bauen. Da waren die Achsen aber nicht bei, daß machte der Junior.

Er passte mir das Fahrwerk auch an, da ich mittlerweile es minimal tiefer gelegt haben wollte. Das war auch eine sehr gute Entscheidung, Für heutige Verhältnisse sieht es im Original höher aus.

So verging Tag um Tag der Komplettierung des Peugeot 205 GTI 1.9. Am Ende war nur noch TÜV und Eintragung, sowie Ummelden auf H Kennzeichen nötig. Letzteres war mit unserem Behördenschimmel ein Krampf … ein KFZ mit Berliner Kennzeichen, dass  vor Jahren nach Brandenburg umgemeldet worden ist, soll nun ein neu geprägtes Schild erhalten.

Das bedeutet ja, dass man in Brandenburg ein B-Schild prägen muss mit einem Brandenburg Siegel … Es folgten viele Diskussionen und Erklärungen, warum das gehen muss, auch wenn man es noch nie gemacht hat.

Es folgen Bilder der Lackierung und zusammenbauen

Soviel kann ich verraten, es folgt ein weiter Beitrag, was danach geschah.

Lieben Gruß,

Robert

 

Peugeot 205GTI – wie ging es eigentlich weiter?

Simsalabim.. da bin ich wieder!

heute fiel mir auf, ich habe hier nie aufgeklärt, wie das eigentlich mit meiner Hinterachse so weiterging.  -> Hier zum Blogeintrag

Wir haben nun Mai 2024 und in der Zeit von Oktober 2019 ist eine Menge passiert. Vor allem an meinem geliebten 205!

Aus einer kleinen vermeintlichen Aktion „ich mach die Hinterachse schick“ wurde am Ende sehr viel mehr.  So ist es ja oft im Leben und retrospektiv, bin ich gerade auch etwas froh, dass zwischen den Einträgen sehr viel Zeit vergangen ist. Denn, wenn wir beim Thema Hinterachse bleiben, uferte das sehr schnell aus, ihr kennt einige Bilder.

Ich baute diese schlussendlich aus und brachte diese meinem Mechaniker des Peugeot 205 Vertrauens. Es verging sehr viel Zeit und auf der Welt herrsche auf einmal Chaos, alle fuhren mit ihren Oldies durch Menschen leere Straßen. Nur ich nicht. Denn ich zerlegte weiter meinen 205.

Ich machte den Unterboden blank und strich diesen, räumte innen alles raus und strich auch diesen. Ich kaufte weiter fleißig Teile bei Peugeot Classic, Kontakten und Shops.

Mir wurde klar, nun muss oder werde ich mein Versprechen, welches ich beim Kauf des 205 in 2015, so leichtfüßig und naiv sagte, umsetzen müssen: „Wenn der 205GTI 30 Jahre alt wird und sein H Kennzeichen bekommt, soll er aussehen wie neu“

Gut! 2017 hab ich die Innenausstattung neu machen lassen, 1 Jahr Recherche alleine dafür war damals nötig. 2018 der neue Motor, 2 Jahre Arbeit, teile beschaffen. Und nun 2019, begann ungeahnt und dank Pandemie der Neuaufbau, denn 2021 würde er das H bekommen.

Irgendwann war ich mit meiner Eigenleistung fertig und wartete auf meine Hinterachse, denn nur mit dieser konnte es überhaupt weitergehen. Was habe ich in Eigenleistung getan?

  • Unterboden vom Bitumen entfernt, blank gemacht und neu gestrichen, neue Clipse für die Leitungen besorgt und am Unterboden die Karrosserienähte mit Sika nachgezogen. Da gerade die Region am Tank anfällig ist, bei nasser Straße wirbelt es die Feuchtigkeit zwischen Tank und Bodenblech/Rücksitzbank
  • Den Innenraum ausgeräumt und auch schwarz gestrichen
  • Detailverliebt nach allen möglichen Teilen gesucht, die Alu Halter der Seitenscheiben wollte ich erst neu eloxieren lassen, fand dann aber neue schwarz und so weiter.

Es muss Herbst 2020 gewesen sein, als ich diese endlich wieder bekam und wieder einbaute.

Danach vereinbarte ich mit Autoport Schönefeld einen Abholtermin. Ich hatte beim zerlegen folgende Punkte entdeckt.

  • Winzig kleines Loch im Scheibenrahmen vom rechten hinteren Seitenfenster, ebenfalls kleines Loch im Bodenblech – direkt neben dem Schweller, je Seite
  • 3 Löcher im Bodenbelch (es war wohl mal ein ClubSport Bügel verbaut, Klasse)
  • 2 Stützbleche im Bodenblech waren leider eingedrückt – ein Vorbesitzer oder Werkstatt hatte diese als Wagenheber/ Hebebühnen Aufnahme missbraucht – leider ein häufiges Problem, Korrosionsstelle am linken hinteren Radhaus – auch ganz klein und im Bodenblech befinden sich 2 Ablauf Deckel aus der Fertigung, denn der 205 ist ja Galvanisch Versiegelt ab Werk behandelt, einer dieser Deckel hielt nur noch durch die Farbe.

Alles keine großen Aufgaben an sich ….

Da der Klarlack auf dem Dach leider typisch für den M0TW – Gris Graphite Lack mit der Zeit verbrennt und beinahe mit viel Fantasie, wie eine Galaxie auf dem Dach aussah, war klar: Der 205 benötigt eine Volllackierung. Puh! es sollte doch eigentlich nur die Hinterachse neu gestrichen werden oder? 😀

Es folgen erstmal ein Bilder, bis zu diesem Abschnitt, ein weiterer Beitrag folgt im Anschluss

Danke fürs lesen, Robert

 

Display wechseln im Kombiinstrument der R-Klasse (W251 auch zutreffend für W164 & X164)

Vor einigen Tagen beim morgendlichen Start entdeckte ich das auf dem Display

Nun kann man damit leben, da die Anzeige relativ unwichtig ist. Mich persönlich ärgert es, da man ständig darauf schaut, es musste eine Zeitwert gerechte Lösung her.
Eine Email an eine Firma die Pixelfehler repariert, schrieb mir zurück das LCD Display muss ausgetauscht werden und es kostet 249€. Das ist grundsätzlich akzeptabel, für mich aber preislich zu ambitioniert.
Mein Freund mit dem ich diese Seite hier betreibe, brachte mich auf dem Gedanken, dass selbst zu versuchen.
Ein Blick zu YouTube zeigte, es ist sensationell einfach.
Eine Preisrecherche zeigte, dass Alieexpress der günstgste Lieferant ist.
Also bestellt und in den Urlaub gefahren. Das Display zeigte jeden Tag neue Muster, die Final so aussahen:

Nach dem kleinen Urlaub kam das Display an und das wechseln konnte beginnen.
Benötigtes Werkzeug:
– 3,5mm Schlitzschraubendreher
– Ausziehhaken für das Kombiinstrument
– kleine Flachzange
– Pinzette
– ein paar Gummi Handschuhe

Auf geht´s:
– Lenkrad herausfahren, Kombiinstrument mit den Ausziehhaken herausziehen, der W251 und die genannten Baureihen haben zwei Schlitze an der Front.
– Den Stecker auf der Rückseite entriegeln und abziehen.

– Man sieht eindeutig wie die 2 Gehäusehälften miteinander verclipst sind, mit dem Schlitzschraubendreher die Gehäusehälften vorsichtig trennen.
– Jetzt noch die Platine aus dem Unterteil mit ausclipsen, dass sind die weißen Haken.
– Dann den Metallrahmen vor dem Display lösen, dazu nimmt man die Flachzange und biegt die 4 Metallhalter auf der Rückseite gerade, dann den Rahmen nach vorn abnehmen.

– Das Display nimmt man wie folgt ab, die schwarze Verrieglung mit der Pinzette von beiden Seiten nach oben hebeln. Dann kann man das Flachband leicht herausziehen. Genauso an der anderen Seite mit dem Flachband verfahren und Display entnehmen
– Neues Display, Folie auf der Rückseite entfernen und einsetzen, Flachband auf beiden Seiten einfädeln und die Verriegelung herunter drücken, Folie auf der Front entfernen. Für den letzten Schritt habe ich Gummihandschuhe angezogen.
– Metallrahmen aufsetzen und auf der Rückseite die Halter aufbiegen
– Leiteplatte auf die Gehäuseunterseite setzen und einclipsen
– Oberteil einsetzen und zusammen clipsen
– Kombiinstrument in Fahrzeug einbauen und probieren

Mein neues Display ist Hochglanz, das war bei der Bestellung nicht bekannt. Grundsätzlich bin ich zufrieden, diese Zeitwert gerechte Reparatur hat in Summe <90€ gekostet.

Kraftstoffpumpenpaket

Es gibt beim „Daimler“ so wunderbare Wörter wir „Lenkhelfpumpe“ (nicht Servolenkung) oder aber auch „Kraftstoffpumpenpaket“(nicht Kraftstoffpumpe). Zugegebenermaßen ist die Bauform beim W123 auch tatsächlich ein Paket, sitzt doch ein Druckspeicher und der Kraftstofffilter säuberlich angeordnet in kuscheliger Nähe der Kraftstoffpumpe.

In 2021 zeigte sich bereits eine kleine Inkortinenz, die schnell behoben werden konnte. Aber eigentlich wollte ich das ganze Paket mal revidieren, denn schön anzusehen ist das nicht mehr und vertrauenserweckend wirkt das auch nicht. Die Teile lagen also schon laaaange rum, aber bis man mal dazu kommt … ach ja, Mist, jetzt ist der Tank zu voll, den muß man ja erst leerfahren … jetzt passt es nicht … widrige Umstände … blablabla ….Also gut, es wurde Oktober 2023, der Zeiger der Tankgebers zeigt auf Reserve, los geht’s!

Beschreibungen im Netz gibt es einige, z.B. https://www.w123-forum.net/faq/index.php?action=artikel&cat=1&id=7&artlang=de … Ich komplettiere dass hier mal mit Materialliste und weiteren Hinweisen:

Zur Demontage muss der Tank natürlich abgelassen werden. Ich habe es mit einer Pumpe versucht, was nicht funktionierte, also habe ich unten einen Schlauch gezogen.  Wanne drunter gelegt, und schnell einen anderen Schlauch zu einem Kanister draufgesteckt. Eine kleine Dusche blieb dennoch nicht ganz aus. Denkt Euch also was aus, wie Ihr das besser macht, ehrliches Feedback.

Demontage: Reihenfolge egal, wie Ihr es gut findet

  • Kunststoffschutz ist mit 3 x M10 Schrauben befestigt -> abschrauben. Lange Ratschenverlängerung verwenden, der Kunststoffschutz hat Bohrungen dafür
  • Schlauchverbindungen lösen, sofern möglich. Bei mir waren einige vollkommen festgerostet.
  • Wichtig ist letztlich die Verbindung zur Kraftstoffleitung zum Motor. 2 x 17er Schlüssel zum lösen
  • Schlauchschellen vom Tank zur Pumpe. Wenn die Schelle fest ist, muss der Schlauch A1234700875 neu
  • Weitere 4 Schrauben M10 vom Kraftstoffpumpenpaket lösen.

Dann sollte das Paket frei sein.

Optional: Tanksieb rausschrauben, dazu braucht man eine 46er Nuss. Ich habe nach 41 Jahren beim Benziner nur minimale Krümel gefunden, also nicht unbedingt notwendig. Aber wenn man das ganze schon in der Hand hat.

Materialliste:

  • A0024774501, Kraftstofffilter
  • N007603012110, Kupferdichtringe 12x17x1,3
  • 0,5m Schlauch: Kraftstoffschlauch 14mm Innendurchmesser
  • 0,3m Schlauch: Kraftstoffschlauch 6mm Innendurchmesser
  • 4 neue Schellen 16-25mm
  • 2 neue Schellen 6-16mm
  • 3 neue M5-Schrauben 50mm mit Muttern
  • 8 neue Muttern M4 für die Dämpfer

Optional, je nach Befund:

  • Dämpferbehälter A1264700116
  • Druckspeicher A000470121
  • Benzinpumpe A0020919701
  • A1234702075, Kraftstoffschlauch zwischen Filter und Leitung zum Motor
  • A1234700875, Kraftstoffschlauch  vom Tank zur Pumpe

Ich habe mir angesichts eines Preises von rund 20€ eine neue Kraftstoffpumpe gegönnt, da ist eine neue Hohlschraube schon mit dabei.

Nun heißt es je nach Möglichkeit, demontieren, Schrubben, verzinken, chromatieren, galvanisieren, lackieren, usw. .. Ich habe mich aufgrund des Wohnorts für die banalste Variante entschieden:

  • Entrosten
  • Rostumwandler
  • Brantho-Korrux nitrofest
  • Hammerite silber

Optisch nicht das Geilste, aber ich denke für die nächsten 40 Jahre reicht es. Falls es mal einen weiteren Besitzer gibt und der das Schxxxx findet: Auch gut, Die Blechteile sind dadurch ja nicht unbrauchbar. Und immer dran denken: Das Teil sitzt UNTER dem Auto *gg*

Ergebnis:

Ich habe vor dem Start die Kraftstoffzufuhr geöffnet und die ganze Luft rausgelassen. Sei jedem selber überlassen, ob man das machen muß.

#Läuft:

 

 

Das unausweichliche am OM642

Kennt ihr das auch, ihr kauft euch ein Fahrzeug und im nach hinein liest man über die Schwachstellen? Und man denkt: „oh oh oh das wird teuer“. Es wird konkreter, wenn Laufleistungen genannt werden und das eigene Fahrzeug in diese Reichweite kommt.
Man hat Zeit sich vorzubereiten, aber es kommt doch unverhofft, weil man das unausweichliche verdrängt.
So vergingen die Jahre und bei der letzten HU, wurde die Diagnose gestellt: massiver Ölverlust. Mit Engelszungen und heiligen Versprechen, wurde die Plakette erteilt.
Es war jetzt nicht so das die Black Pearl ihr Revier markiert, aber der Unterfahrschutz und Getriebe waren Ölfeucht. Was ölig ist rostet nicht,  fand der Prüfer nicht hinreichend argumentiert.
Mein Studium was genau hinter diesem Ölverlust steckt, wie es dazu kommt, was es alles nach sich zieht damit beschäftigte ich mich lange, sehr lange. Der nächte HU Termin steht demnächst an.
Das naheliegendste am OM642 für Ölverlust bei einer Laufleistung ab 130 000km ist der Ölkühler, der im V des Motors angeordnet ist.
Nachdem ich mich für ein wechseln des Ölkühler mit meinen Möglichkeiten ausgeschlossen habe. Wendete ich mich an den Garagisten meines Vertrauens, da ordentlich viel Geraffel demontiert werden muss, die gesamte Ansaugung auf beiden Seiten und auch der Turbolader, von Schläuchen, Kabel und Dieselfilter ganz zu schweigen.
Dann traten vorhersehbare Probleme auf, das Gestänge der Einlasskanalsteuerung ist ausgeschlagen. Die Umschaltung der Kanäle war nahezu außer Funktion. Diese Schiebestangen sind aus Plastik und arbeiten gegen die Rußablagerungen der Einlasskanäle. Leider gibt es die Mechanik beim Freundlichen nicht einzeln zu kaufen, man darf beide Ansaugbrücken neu erwerben. Es gibt jedoch in den weiten des Internet, sogenannte Reparatursets. Die Schubstangen sind aus Aluminium gefertigt, man geht davon aus das sie verschleißfreier arbeiten.
In meinem Fall ist eine Seite der Ansaugbrücken, derzeit nicht lieferbar. So das wir uns für ein Reparaturset eines namhaften Internet Autoteilehandels entschieden.
Bei dieser Reparatur kam es nicht auf mein Geschick an, ich bangte einfach das die Reparatur erfolgreich verlief. Da sich im V des Motors Öl und Dreck ansammelt und die Einlasskanäle offen sind, kommt es auf sehr sauberes arbeiten an. Dreck im Ölkreislauf würde unweigerlich zu einem  Motorschaden führen.
Bei dieser Gelegenheit wurde der jährliche Service absolviert. Jetzt kann er die nächste große Etappe in Angriff nehmen.
Vielen Dank für das Lesen, Fragen werden per Email beantwortet.

Besonderen Dank geht an Christian B.

 

Chromtour 2023

Mit der Chromtour 2023 nahmen wir zum vierten Mal an dieser großartigen Veranstaltung teil. Wie in den Vorjahren (siehe hier und hier) sorgten ein tolles Teilnehmerfeld mit alten Bekannten und neuen Teilnehmern, ein markenübergreifendes Aufgebot an Fahrzeugen und gutes Wetter für beste Voraussetzungen.

Am Sonnabend begann der Tag der Entscheidungen –  Das 1. Spiel wurde von Herr Zweikommadrei souverän gemeistert, das Spielzeug eines Ü-Ei nach Zeit zusammensetzen. Der Grundstein für ein gutes Abschneiden war gelegt.
Wir gingen die Tour routiniert ohne elektronische Hilfsmittel an, die Route war malerisch und führte uns von der Schorfheide in die Uckermark. So stellten wir uns weiteren Sonderprüfungen und sammelten Punkte. Herausrragend war die Geruchsbelästigung bei einer Sonderprüfung auf einer Biogas Anlage. Die Fahrprüfung mit mir am Volant nahm Hubert mit Bravour.
Im Zenit der Sonne steuerten wir auf die Mittagspause zu, die wir in der Alten Scheune Carwitz genossen. Nach dem Mittag steuerten wir zur letzten Sonderprüfung, die auf dem Marktplatz in Templin stattfand. Hier konnte man einen Kaffee und ein kühles Eis im Schatten der Bäume einnehmen  und den Blick über den Marktplatz mit den geparkten Autos schweifen lassen.
Anschließend ging es zurück über eine Durchfahrtkontrolle zum Ringhotel Schorheide.
Hubert fehlt die SA Klimaanlage, so machten wir uns frisch und bei Benzingesprächen mit anderen Teilnehmern warteten wir auf das Abendbufett.

Nach dem Essen verfolgten wir die Anekdoten und Kuriositäten des Tages, die Alex, Tino und Mitja erzählten.
Das ging nahtlos über in die Siegerehrung, wir freuten uns für das letzte Team, welches mit uns am Tisch saß. Es wurde der 3. Platz aufgerufen ….  der 2. Platz …. und zu unserer großen Überraschung wurden wir, Team Zweikommadrei mit dem 1. Platz bedacht.
Keine Frage: Nächstes Jahr müssen wir zur Titelverteidigung!

 

Besuch beim Trockeneisstrahlen – aber Vorsicht – it`s Cool Man!

An meinem schönen V6 in der C- Klasse haben die 22 Jahre Winter doch ihre Spuren hinterlassen. Die Aluminiumgussdeckel haben starke Aufblühungen, meine Versuche mit Haushaltsmitteln dem beizukommen war vertane Lebenszeit. Über den Tipp eines Freundes bekam ich den Kontakt zur Trockeneisagentur . Auf Instagram kann man weitere Referenzen der Trockeneisagentur betrachten.
Nach einem Vorabgespräch und den Hinweis, was geht und was nicht, ging es los.

 

Ich bin von dem Ergebnis positiv überrascht, die Kunststoffe sind wie neu, dass hat eine Metall gepflegte Optik. Zum Beispiel sieht man auf dem letzten Bild die Zündreihenfolge, das ist auf dem 1. Bild nicht zu erkennen.
Jetzt werde ich den Motorraum konservieren, dass die Pracht lange anhält. Dann Termine vereinbaren für die anderen Fahrzeuge.